15.06.2026
El Rocio
Zurück in El Rocio. Wir sagen einen wunderschönen guten Morgen an das herrliche Naturschutzgebiet und den wunderschönen See, dessen Aussicht wir aus unserem Fenster gerade genießen.
Bevor wir in den Tag starten, genießen wir erst mal das Frühstück. Ehrlich gesagt, ist das Frühstück nicht so die Waffe, aber dafür frühstücken wir in einem tollen Ambiente.
Wir machen einen kleinen Spaziergang um den See herum.
Der See gilt als Vogelparadies. Es ist eines der bedeutendsten Ornithologen-Gebiete Europas. Je nach Jahreszeit (besonders im Frühling und im Winter) lassen sich hier riesige Schwärme von Flamingos, Löfflern, Störchen und Reihern beobachten.
Und heute sehen wir sooooo viele Flamingos 😍
Martin zoomt sie wieder ganz nah ran. Das sind noch ganz kleine Baby Flamingos.
Es ist so wunderschön hier und ich bin begeistert von dieser unwahrscheinliche Ruhe hier. Kein Auto, kein Flieger, keine Menschen die sich lauthals unterhalten. Es ist eine Stille, die uns gerade unheimlich gut tut. Es ist so ruhig, dass es in diesem Moment einfach etwas ganz besonderes ist. Außer den Vögeln und den Geräuschen der Natur hören wir nichts.
Auf der anderen Seite des See´s stehen die Pferde und grasen gemütlich. Es sind Halbwildpferde, ein echtes Markenzeichen.
Wir haben hier auch gelesen, dass es eigentlich kein klassischer See ist, sondern eine flache Lagune namens Charco de la Boca.
Sie bildet den Übergang zum weltberühmten Doñana-Nationalpark und gehört zu den sogenannten Marismas (Sumpf- und Marschlandschaften)
Martin möchte ein Foto von seinem Röschen, vor den Wandelröschen. 😅😍
Ok, ich und der Busch werden noch ein bisschen rangezoomt. Was wäre das so schön, wenn unsere Wandelröschen auch so wachsen würden. 😍
So, nochmal ein gemeinsames Foto.
Wenn im heißen andalusischen Sommer der Wasserstand im Sumpfgebiet dramatisch sinkt, und große Flächen austrocknen, verändert sich die Tierwelt in El Rocio grundlegend.
Während viele Wasservögel abziehen, zieht der schlammige, freigelegte Boden neue Spezialisten an und die Landsäugetiere erobern das Terrain.
Wo vorher tiefes Wasser war, wächst nun nahrhaftes Gras auf dem fruchtbaren Schlammboden. Rothirsche, Dammhirsche und Wildschweine verlassen den schützenden mediterranen Buschwald und kommen in der Morgen- und Abenddämmerung in großer Zahl auf die offenen Flächen, um zu grasen und die letzten Schlammlöcher als Suhlen zu nutzen.
Die halbwilden Pferde und die traditionellen Mostrenca-Rinder rücken noch dichter zusammen. Sie weiden gezielt auf den trockenfallenden Inseln und nutzen die tieferen Rinnen, in denen sich das letzte Wasser sammelt.
Für Greifvögel wie den Schwarzmilan oder den seltenen Spanischen Kaiseradler wird das austrocknende Sumpfgebiet zum reich gedeckten Tisch. Fische und Amphibien sind in den schrumpfenden Restpools gefangen und eine leichte Beute.
Der extrem bedrohte Iberische Luchs verlässt im Sommer ebenfalls häufiger das Dickicht. Er sucht die verbliebenen Wasserstellen auf, da sich dort seine Beutetiere (vor allem Kaninchen und Enten) tümmeln.
Wir gehen nochmal zur Wallfahrtskirche, denn ich habe einer ganz besonderen Freundin versprochen, hier eine Kerze anzuzünden für jemanden der ihr ganz besonders Nahe steht, und die gerade eine ganz fürchterliche Diagnose bekommen hat.
Hier wird nun das Licht für sie leuchten.
🙏🙏🙏🙏🙏
Wir gehen noch ein wenig spazieren.
Es ist wirklich ein magischer Ort hier.
Wunderschön. 😍
Wir gehen noch ein bisschen durch den Ort.
Es ist ganz schön ausgestorben hier.
Und es ist viel grün hier.
Wir schlendern ein bisschen durch die Nippes Geschäfte.
Hier in Deutschland hab ich noch nie irgendwas mit meinem Namen gefunden. Es ist sehr schön, einen spanischen Namen zu haben. Wer hätte gedacht, dass ich auch nen halben Spanier heirate... 💞 💞 💞
Weils so schön ist, nochmal ein Foto von der Wallfahrtskirche.
Und ein Foto von der angrenzenden Capilla Votiva Nuestra Señora del Rocío. Oder auch kurz Sala de Velas (Kerzenraum)
Nochmal ein Blick auf den See.
Ich liebe hier in Andalusien einfach die Straßennamenschilder.
Jetzt müssen wir aber los, denn wir gehen mit der Familie Essen. Schon wieder hab ich gar kein Foto gemacht. 😰 Eieiei, wir sind wohl zu entspannt. 😅 Wir waren mit 7 Personen Essen. Jeder hatte ein Hauptgericht nur Martin und ich haben uns mal wieder den Bauch mit Tapas vollgestopft. Alle hatten mindestens 2 Getränke, Limoncello und Schnäpse zum verdauen und noch 4 oder 5 Desserts.
Ach, da ist ja doch ein Foto vom Essen, aber leider kein Familienfoto. 😟
Das Essen von Alex und Santi im Hintergrund und vorne das Essen von Martin und mir. Rechts in dem abgedeckten Topf waren noch Garnelen drin. Es war sooooo lecker.
Wir haben 120 Euro bezahlt. Das war einfach der Knaller. Hab ich schon gesagt, dass es soooo lecker war? 😋
Wir verabschieden uns dann von Santi, Alex und Lydia. Morgen früh geht es dann schon wieder nach Hause.
Als wir wieder im Hotel ankommen, müssen wir feststellen, dass hier wohl jemand seinen Fisch verloren hat. Er liegt direkt vor dem Eingang. Ich hoffe, er kommt nitt heut Abend in die Supp.
Noch ein bisschen chillen.
Jetzt müssen wir aber nochmal raus, denn wir haben schon lange nichts mehr gegessen.
Die Sonne verabschiedet sich so langsam.
Aber nur rechts. Links noch nitt. 😍
Auf der Suche nach unserem Restaurant das wir uns rausgesucht haben, sehen wir wieder ein paar Pferde grasen. Kein Zaun. Nix. Die bleiben einfach da und wenn nicht, dann ist das wohl auch nicht schlimm.
Da, Restaurant gefunden.
Der Abschleppdienst wurde gerufen.
Martin hatte nochmal sooo Lust auf eine Andalusische Paella, aber das war leider nicht so unser Geschmack.
Auf dem Weg zurück ins Hotel, genießen wir nochmal den für uns letzten Andalusischen Sonnenuntergang.
Die Kutscher fahren die Touris noch immer durch die Gegend.
Achtung, Gegenverkehr.
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Reiter hier ohne sein Kind. 😍
So langsam werden die Kutschen in der Garage geparkt.