12.09.2026 - 14.09.2026
12.09.2026
Kloster Montserrat
Nachdem wir am Freitagabend um 18 Uhr in Igstadt losgefahren sind, die ganze Nacht durch Frankreich gefahren sind, kommen wir pünktlich zum Sonnenaufgang in Spanien an.
Der ganze Tag wird sehr emotional werden. Das erste mal hab ich geflennt weil Martin so tapfer 14 Stunden durchgefahren ist, während ich neben ihm den Penner gemacht habe. Du schläfst, damit Du mich ablösen kannst, war die Abmachung. Das lass ich mir doch nicht 2x sagen. 😅 Naja, ich war schon ganz schön stolz auf ihn. Den Plan, dass wir uns in Barcelona an den Strand legen, bis wir in die Unterkunft können, den haben wir nach Martins verrückter Idee ziemlich schnell verworfen.
"Was hälst Du denn davon, wenn wir jetzt ins Kloster Montserrat fahren?" - Ok, hab ich gesagt, wenn Du fit bist, da wollten wir doch schon öfters mal hin. Also noch schnell Karten online gebucht und weiter gings. Und dann fahren wir aus einem Tunnel raus und sehen dieses Bild:
Das ist so wunderschön. Sonnenaufgang in den Bergen finden wir grundsätzlich ziemlich geil. Aber das hat uns total geflasht. Und dann fahren wir hoch zum Kloster Montserrat und sehen unterwegs diesen Sonnenaufgang. Das war das 2. Mal dass ich geflennt habe. Sowas von schön. 😍😍😍
Einen so schönen Moment haben wir schon lange nicht mehr erlebt.
Ein Blick auf die Bergseite
Als wir dann oben angekommen sind, hatten wir diese Aussicht. Es war alles noch etwas neblig. Unbeschreiblich. Da können wir nur staunen über die unendliche Schönheit der Natur. 😍😍😍
Und da haben wir es: Das Kloster Montserrat.
Die Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat liegt auf 721 Metern Höhe und gilt als das spirituelle und kulturelle Nationalheiligtum Kataloniens.
Wir können uns an dieser Aussicht einfach nicht satt sehen. 😍😍😍
Man kann hier auch mit der Zahnradbahn oder mit der Seilbahn hochfahren, aber viele wandern auch hier hoch. Und immer wieder verrückte, die sich den Berg mit dem Fahrrad hoch quälen. - OHNE Akku! 😅
Heute leben hier noch etwa 80 Mönche. Übernachten kann man dort auch.
Wir gehen mal rein und schauen uns das Kloster an.
Man könnte meinen da schläft ein kleiner Elefant.
Verdammt müde, aber auch verdammt glücklich.
Der Innenhof
Wir haben Karten für die schwarze Madonna - La Moreneta. Sie ist eine aus dem 12. Jahrhundert stammende Mariendarstellung.
Auf dem Weg dorthin laufen wir an der Kapelle vorbei.
Die Treppe geht es aufwärts.
Ja, ich habe sie erst fotografiert als ich oben war. 😅🤣
Wir gehen durch den Saal...
...die Decke schauen wir uns auch wieder mal an.
Dann kommen wir in einen ganz kleinen Raum in der die schwarze Madonna ihren Platz gefunden hat. Sie wird von den einheimischen La Moreneta (Die kleine Braune) genannt. Sie ist das Herzstück des Klosters und die offizielle Schutzpatronin Kataloniens.
Sie thront direkt über dem Hauptaltar der Basilika.
Die Statue wurde im 12. Jahrhundert aus Pappelholz geschnitzt. Ursprünglich war sie gar nicht dunkel. Die charakteristische dunkle, fast schwarze Färbung von Gesicht und Händen entstand im Laufe der Jahrhunderte durch die chemische Reaktion des Kerzenrauchs. Bei Restaurierungen entschied man sich bewußt dafür die historische Patina beizubehalten. Die rechte Hand der Madonna - sie hält eine Weltkugel fest - darf man berühren, alles andere ist hinter einer Glasscheibe geschützt.
Wir hatten so ein Glück, dass wir so früh da waren, nachher wurde es richtig voll und die Schlange an der Madonna wurde immer länger.
Wir holen uns ihren Segen und Schutz und besichtigen das Kloster weiter.
Unter dem Felsen kann man eine Kerze anzünden und das machen wir in jeder besonderen Kathedrale oder Kirche auch für unsere Lieben.
Hier darf man nicht fotografieren... Pssst verratet uns nicht. 🤫
Wir gehen wieder raus.
Dieses Rinnsal da in der Mitte vom Berg ist kein Wasserfall, da geht es fast senkrecht mit der Zahnradbahn nach oben. Wir überlegen kurz, ob wir mit der Bahn nach oben fahren, aber wir wollen unser Glück und den Segen, den wir gerade von der Madonna erhalten haben, nicht auf die Probe stellen. 😅
Diese Aussicht ist einfach unfassbar.
Mein Genießerle 😍
wartet auf mich. 😍
Ei da isse doch....
Ein Foto vor so einer tollen Kulisse.
Der Schatten ist doch geil. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Wir gehen zurück zum Auto. Der Nebel hat sich verzogen.
Bei diesem herrlichen Blick schmeckt das Frühstück gleich viel besser.
So, jetzt geht´s aber erstmal an den Strand. Wir müssen immer noch warten bis wir in die Unterkunft können. Also erstmal zum Frühstück en Aperölchen und en Cuba Libre.
Wir finden eine kleine Strandbar. Hier lässt es sich aushalten.
Wir halten unsere Füße erstmal ins Wasser, aber der Strand fällt irgendwie so steil ab, da läuft man nicht so schön am Wasser entlang. Deshalb haben wir uns für ein leckeres Getränk entschieden. Die Skyline von Barcelona ist schon schön. 😍
Endlich können wir einchecken. Die Unterkunft liegt oben auf dem Berg.
Der Blick aus unserem Zimmer wenn wir die Tür rausgehen.
Es gibt einen kleinen Pool
und auch der Außenbereich lädt zu verweilen ein.
Und hier haben wir noch die Außenansicht.
Nach einem kleinen Nickerchen fahren wir nach...
Barcelona
Dort angekommen, gehen wir erstmal was Essen. Wir sind total ausgehungert. Wir wählen eine uns bekannte Tapas Bar aus.
Ein Dessert und ein Espresso darf auch nicht fehlen. Martin bestellt meist immer ein Dessert, wir bekommen aber auch IMMER zwei Löffel hingelegt. 😂
Mein Blick fällt auf einige Dosen voller Olivias. Man bedenke, ☝️☝️☝️ nicht überall wo Olivia drauf steht ist auch Olivia drin. 😂😂😂
Falls mal jemand Lust hat es auszuprobieren.
Auf unserem Weg durch Barcelona sehen wir eine riesen Kakerlake...
Sie flüchtet vor uns...
ins Grand Hotel. Also Augen auf bei der Hotelauswahl. 😅
Wir machen nochmal einen Foto Stop an der Kathedrale
Ja, wir lieben Menschen, zumindest die allermeisten von denen, die uns begegnen. 😜🥰❤️
Aber leider gehört das auch zu Barcelona dazu.
Soooo, nun sind wir aber am:
Font Màgica:
Der Font Màgica ist der wahre Grund warum wir wieder nach Barcelona wollten und der Auslöser für unsere Rundreise durch Spanien.
Der Brunnen wurde bereits für die Weltausstellung 1929 erbaut. Später wurde das System modernisiert, sodass heute rund 3.600 Wasserdüsen und über 4.700 Lampen computergesteuert zusammenarbeiten. Daraus ergeben sich Milliarden von verschiedenen Kombinationen aus Wasserfontänen und Lichtfarben.
Die Menschen warten sehnsüchtig darauf, dass es endlich los geht.
Und Olivia auch.
Ein paar Impressionen vom Lichterspiel des Brunnens.
Ach, was war das schön... Ein Farbenspiel und ich genieße es, direkt am Brunnen zu sitzen. Die Gischt der Fontänen berieselt uns sanft. Und das war dann der Moment als ich das dritte mal geflennt hab. 🥲
So, und nun kommt der absolute Gänsehaut Moment. Schaut Euch gerne unser Video vom Brunnen über Youtube an. ❤️
Jetzt geht´s aber zurück zur Unterkunft.
Ein Selfie Richtung Brunnen und Palau Nacional
Und ein Selfie Richtung Placa d´Espanya.
Zurück im engsten und kleinsten Parkhaus ever. 😅😂
Wir genießen nochmal die Aussicht
trinken noch einen kleinen Absacker und schlafen den Schlaf der Gerechten. 😴😴😴
Heutiges Schritteziel überschritten
13.09.2026
Wir starten in den Tag mit einem leckeren und reichhaltigen Frühstück.
Ratzebutz weggebutzt.
Nochmal kurz verdauen
dann geht´s wieder nach Barcelona.
Ein Bild von der Bergseite.
Ohne Umwege geht´s direkt zur Sagrada Familia
Sagrada Família:
Der Bau der Sagrada begann am 19.03.1882
Antoni Gaudi übernahm 1883 die Planung und gestaltete das ursprünglich Konzept komplett um.
In den letzten 12 Jahren seines Lebens, hat Antoni Gaudi kaum noch andere Aufträge angenommen. Er hat sich nur noch um die Basilika gekümmert, hat dort auch geschlafen um Tag und Nacht an der Sagrada Família arbeiten zu können.
Das letzte Jahr hat er auch dort gewohnt. Er vernachlässigte sein Aussehen so sehr, dass er nach seinem Straßenbahnunfall am 10.02.1926, bei dem er auch verstarb, für einen armen Bettler gehalten wurde.
An seinem 100. Todestag wurde dann auch der Turm fertiggestellt. Mit 172,50 Metern ist er der höchste Kirchenturm der Welt.
Nach 140 Jahren – da kommt Annette heute noch nicht drüber weg – hat die Sagrada den Ulmer Münster abgelöst, der bis dahin den Weltrekord der höchsten Kirche der Welt inne hatte.
Die Kirchturmspitze durfte nicht höher sein als der Berg Montjuïc in Barcelona, deshalb plante Gaudí den zentralen Jesus-Turm der Sagrada Família bewusst auf eine Höhe von 172,50 Metern. Damit ist die Kirche genau einen halben Meter niedriger als der Montjuïc, der eine Höhe von 173 Metern misst.
Gaudí war der festen Überzeugung, dass das Werk des Menschen niemals höher sein sollte als das Werk Gottes.
Die ganz neue Turmspitze.
So beeindruckend. 🥰
Wir gehen erstmal zum Foto Hotspot, von hier soll man einen ganz tollen Blick auf die Sagrada Familia haben. - Stimmt. 😍
Aber bevor es jetzt rein geht, vertreiben wir uns mal wieder die Zeit mit einer Sangria. Mit Blick auf die Sagrada damit wir sie ja nicht aus den Augen verlieren. 😜
So, jetzt geht´s aber rein. Nachdem wir durch die Sicherheitsschleuse durch sind, stehen wir wieder ganz fasziniert an der Seite der Geburt Jesu. Krass was ein Farbunterschied zwischen der Kamera von Martin und meiner. 😅
Wir gehen mal wieder ins Detail.
Auf der Tür kreuscht und fleuscht auch so einiges.
Jetzt aber geht es endlich rein und wieder erwischt uns der "Wow-Effekt". Gänsehaut pur.
Unser Lieblingsbild 🥰
Einmal die Geburts- und die Sterbeseite.
Und die Tür auf der in allen Sprachen das Gebet steht.
Auch in Deutsch.
Die Nordseite
Sie wird oft als inoffizielle vierte Fassade bezeichnet. Es handelt sich dabei um die Apsisfassade. Sie besitzt kein monumentales Hauptportal für Besucher. Statt der im Mittelalter üblichen Dämonen und Fabelwesen, ließ Antoni Gaudi lebensechte, einheimische Reptilien und Amphibien in den Stein meißeln: Eidechsen, Schlangen, Salamander, Frösche und Schildkröten. Die Symbolik dahinter: Die Tiere kriechen an den Außenwänden nach unten. Sie symbolisieren das Böse und die Sünden, die aufgrund der spirituellen Kraft im Inneren der Kirche von dort flüchten. Direkt unter der Apsis liegt die unterirdische Krypta. Dort befindet sich die Grabstätte von Antoni Gaudi.
Die Passionsfassade
Sie stellt den Leidensweg, den Tod und die Auferstehung Christi dar. Sie ist karg, streng und mit skelettartigen Säulen sehr dramatisch gestaltet.
Die Geburtsfassade.
Sie ist der Geburt Jesu gewidmet, sehr detailreich und von Formen der Natur inspiriert. Sie ist die einzige Fassade die noch zu Lebzeiten von Gaudi fertiggestellt wurde.
Die Glorienfassade.
Sie ist die Hauptfassade der Basilika und stellt den Haupteingang zum zentralen Kirchenschiff dar. Die Glorienfassade befindet sich im Moment noch im Bau. Sie widmet sich der Herrlichkeit Jesu und dem Weg des göttlichen Ursprung.
Am 10.06.2026 hat Papst Leon XIV. den Jesus-Christus-Turm (Torre de Jesucristo) anlässlich der Fertigstellung und des 100. Todestag von Antoni Gaudi gesegnet.
Wir waren zu der Zeit in Andalusien und wären wirklich gerne bei diesen Feierlichkeiten vor Ort gewesen. 😍
Eine Gedenktafel erinnert an den Tag.
Ich folge meinem Schatz überall hin. ❤️❤️❤️
Auch uff de Turm. Dem Herrgott sei gedankt, dass er mich ins Zeitalter der Technik hier her geschickt hat und irgendeiner den Fahrstuhl schon erfunden hat.
Der Blick von hier oben ist schon beeindruckend.
Aber wir waren von dem Besuch der Türme sehr enttäuscht.
Wir hatten auf dem Übergang vom einen zum anderen Turm gerade mal soviel Zeit wie der Fahrstuhl nach unten und wieder hoch gebraucht hat.
Wir zwei Genießer hatten gar keine Zeit und ich finde, man sieht uns den Stress auch an. 🥴
Na gut, dann gehn wir halt wieder runter...
Aber erst ist nochmal Schmusezeit angesagt. 🥰
Weit, weit geht´s wieder runter.
Unten angekommen, geht´s Abmarsch durch die Tür nach draußen.
Am liebsten würden wir uns hier anketten und für immer da bleiben,
Aber wir denken an unsere Lieben zu Hause und gehen lieber wieder.
Nochmal ein wehmütiger Blick zurück.
Dort oben auf der Brücke waren wir.
Ich weiß nitt, in jedem Foto von hier oben hängt ein Stromkabel quer durchs Bild...
Jetzt freuen wir uns aber auf eine Pool Chillzeit.
Martin iss bereit für nen Köpper.
Wie schön, einfach ma nix machen. 🥰
Achherrjemineeee, was ist das denn für ein riesen Teil... ???
Heute snacken wir ne Kleinigkeit in der Unterkunft. Reste von der Fahrt, Neugekauftes...
Und wir zocken eine Runde. Natürlich macht Martin mich wieder im Rommee platt. 😬🤬
Was ein schönes Farbenspiel am Himmel. Und mit diesem Bild sagen wir Buenas noches. Morgen früh geht die große Reise wieder weiter.
Und die heutigen Schritte? Joaaa nitt die Waffe aber ganz OK.