24.09.2026 - 25.09.2026

Toledo

Die Stadt der drei Kulturen:

Dort lebten Jahrhunderte lang Christen, Juden und Muslime friedlich zusammen. Und jede Kultur prägte das Stadtbild.

Diese einzigartige historische Koexistenz hinterließ ein tiefes kulturelles Erbe, das sich bis heute in der Architektur, der Kunst und den Traditionen der spanischen Stadt widerspiegelt.

Das jüdische Erbe: Im ehemaligen jüdischen Viertel (Judería) zeugen wunderschöne Bauwerke von der bedeutenden jüdischen Gemeinde. Die Sinagoga de Santa Maria la Blanca fasziniert mit ihren weißen Hufeisenbögen im maurischen Stil, während die Sinagoga del Transito für ihre filigranen Stuckarbeiten und das angegliederte Sephardische Museum bekannt ist.

Das islamische Erbe: Während der maurischen Herrschaft war Toledo ein Zentrum des Wissens. Die Mezquita del Cristo de la Luz ist eine der ältesten erhaltenen Moscheen Spaniens aus dem Jahr 999. Sie besticht durch ihre geometrische Architektur und die typischen Backsteinbögen.

Das christliche Erbe: Nach der Rückeroberung bauten die Christen monumentale Symbole ihres Glaubens. Die gotische Catedral Primada de Toledo gehört zu den bedeutendsten Kathedralen Europas. Das Monasterio de San Juan de los Reyes beeindruckt zudem mit einem prachtvollen spätgotischen Kreuzgang.

Wir starten am Alcazar mit Blick auf Academeia de Infanteria de Toledo

Alcazar de Toledo. Unsere Unterkunft ist ganz in der Nähe, aber wir sind zu früh und können noch nicht ins Apartment. 

Er thront auf dem höchsten Berg in Toledo und wurde im 16. Jahrhundert gebaut.

Wir müssen erstmal durchs Museum durch bevor wir ins Alcazar können. Dazu gehören auch die Ausgrabungen.

Das waren noch schöne Autos. 

Oh, da steht ein Hubschrauber auf dem Dach.

Die Aussicht schreit nach einem Selfie.

Der Ritter... 

...und sein Gefolge.

Das Schiff iss so riesig.

Eine Kanonenkugel. Kann das sein, dass es der Vorläufer des Golfballs war?

Über den Dächern von Toledo

Ein Modell des Alcazar´s

Und noch eine alte Kutsche.

Mezquita del Cristo de la Luz

Sie hat gerade mal 64 qm und wurde nach der Rückeroberung Toledos in eine christliche Kapelle umgewandelt.

Die Gärten dazu.

Und der Blick über die Dächer von Toledo.

Einmal rein. Ist wirklich ganz klein.

Puerta del Sol

Iglesia de Santiago del Arrabal

Monasterio de San Juan de los Reyes

Das Franziskanerkloster wurde von Königin Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón 1477 in Auftrag gegeben. Der Bau wurde initiiert, um den entscheidenden Sieg in der Schlacht bei Toro (1476) über die Portugiesen zu feiern, der Isabellas Thron ansprach. Zudem sollte es an die Geburt ihres Sohnes Prinz Johann erinnern.

Die Ketten an der Außenfassade: Beim Blick auf die Außenwand fallen sofort Dutzende eiserne Ketten auf. Dies sind echte Fesseln christlicher Gefangener, die nach der Befreiung der Städte aus der maurischen Herrschaft (während des Granada-Krieges) als Zeichen des Dankes und der Freiheit hier angebracht wurden.

Wir gehen mal rein. 

Wartet wieder mal auf mich.

Wird das was?

Na also, geht doch. 😅

Wir können auch auf den Balkon hoch.

Der arme. Muss sich aber auch überall bücken. 😂

Älteste noch stehende Synagoge Europas. Die Synagoge wurde unter christlicher Herrschaft von muslimischen (maurischen) Handwerkern für die jüdische Gemeinde erbaut. Sie gilt daher als starkes Symbol der damaligen Koexistenz.

Sinogaga del Transito

Eine der weltweit am besten erhaltenen mittelalterlichen Synagogen. Erbaut im 14. Jahrhundert.

Nochmal durch den Innenhof

Eine Reisetruhe aus gegerbtem Leder aus dem 16. Jahrhundert. 

Bisschen unpraktisch, aber würden wir nehmen.

Als wir raus kommen, haben wir einen tollen Blick auf den Fluss Tajo.

Scheinen auch alte Brückenreste zu sein.

Catedral Primada de Santa Maria

Eine fünfschiffige Kathedrale erbaut im 13. - 15. Jahrhundert

Heilige Ursula

Seit dem 17. Februar 1673 ruht der Leichnam der heligen Ursula in dieser Krypta. Die elegante Ebenholzurne umschließt seither die Atmospähre, die die Gebeine der heiligen bewahrt. Der heilige Leib gelangte als Schenkung vom Kardinal Pascual de Aragon (1666-1677) in die Kathedrale. Ursprünglich war er ein Geschenk von Papst Clemens X. an die Herzogin von Feria, die ihn dann dem Kardinal übergab.

Ursula, eine fromme christliche Prinzessin unternahm eine Pilgerreise nach Rom während dieser sie von den hunnischen Barbaren unter der Führung Attilas gefangen genommen wurde. Dieser forderte sie auf, ihrem Glauben abzuschwören und sich ihm anzuschließen, was Ursula ablehnte, woraufhin die Prinzessin und ihr Gefolge jungfräulicher Mädchen, im Jahr 451 hingerichtet wurden. 

Soooo lang liegt die Uschi schon in ihrem Sarg. Fragen uns nur wo sie von 451 - 1973 lag. 🤔

Sala Capitular

Capilla de San Ildefonso

Capilla de Santiago

Unglaublich dieser Raum. 

Das Barocke Gewölbe wurde im späten 17. Jahrhundert von dem neopolitanischem Maler Luca Giordano mit Fresken bemalt.

Auch hier wird restauriert.

Wow 😍

Nach der Kathedrale brauchen wir erstmal ne Stärkung. Wir haben in Spanien ja wirklich immer sehr günstig gegessen. Aber mein kleines Stück Lasagne lag bei 14,- Euro. 😱 Das war schon frech.

Nach dem Essen suchen wir aber erstmal unsere Unterkunft auf. Wir sind in einer Sackgasse gelandet. Ob wir hier richtig sind? Der ganze Weg wurde von Tauben zugeschissen. In ganz Spanien haben die wirklich ein Taubenproblem.

Wir schließen die Tür auf und haben nicht mit diesem Innenhof gerechnet.

Wir müssen in den 1. Stock.

Unsere Eingangstür.

Das ist wirklich ein sehr schönes Apartment. 🥰

Wenn Martin es sich bequem macht, dann gefällt es ihm hier. ☺️

Und natürlich auch das Badezimmer. 

Heute Mittag haben wir uns zur Kathedrale bei 38 Grad mal wieder den Berg hochgequält. Als wir schnaufend und schwitzend oben ankamen, haben wir eine Rolltreppe entdeckt, die parallel zum Berg verlief. Da haben wir, oben angekommen, aber mal laut "Scheiße" gerufen.

Tatsächlich gibt es noch eine zweite Rolltreppe, die führt nach unten zur Puente Alcantara. In dem Wissen suchen wir sie und fahren nach unten.

Da haben wir locker 50-60 Höhenmeter gespart. 🥵

Auf der Hälfte haben wir nochmal einen Blick auf die Stadt.

Und weiter geht´s.

Unten angekommen geht es nochmal vorbei an einer Ruine.

Und dann kommen wir an die

Puente Alcantara

Das Klagen der Brunhilde und der „Badeplatz der Maurin“

Direkt unterhalb der Alcántara-Brücke, wo der Fluss Tajo besonders tief und von Felsen umgeben ist, liegt eine alte Ruinenstätte, die im Volksmund „Baños de la Cava“ (Die Bäder der Cava) genannt wird.

Die Sage: Florinda (von den Mauren später La Cava genannt) war die wunderschöne Tochter des Grafen Julian. Sie badete regelmäßig im Tajo, direkt im Schatten der Brücke. Der gotische König Roderich beobachtete sie dabei heimlich von den Fenstern seines Palastes aus, verliebte sich unsterblich und verging sich schließlich an ihr.

Die Rache: Um die Ehre seiner Tochter zu rächen, ging Graf Julian einen Pakt mit den muslimischen Herrschern Nordafrikas ein und öffnete ihnen die Tore Spaniens. Dies führte im Jahr 711 zum Sturz des Westgotenreiches.

Der Spuk: Die Legende besagt, dass man in stürmischen Nächten auf den steinernen Pfeilern der Alcántara-Brücke immer noch das Weinen und Klagen der unglücklichen Florinda hören kann, deren Schönheit den Lauf der spanischen Geschichte für immer veränderte.

Martin hat wieder im richtigen Moment abgedrückt. Mir juckt de Bertzel. 🤣

Also jetzt nochmal in schön, bitte 😅

Ich werde gestalkt. Mach gerade ein Foto von meinem Lieblingsmotiv.

Das ist wieder typisch Martin. Ich sag, lass uns das Selfie von hier machen. Steht leider ein Laternenpfosten im Weg. 🤣 Gut, sagt er, wenn de meinst.... 

Wer hat sich denn da ins Bild gemogelt? 😅

Wir gehen wieder zurück in die Altstadt, die Sonne geht schon langsam unter.

Der berühmte Radrennfahrer Frederico Martin Bohamontes. (1928 - 2023)

Er gewann 1959 als erster Spanier überhaupt die Tour de France.

Er war auch wegen seiner extremen Kletterfähigkeit in den Bergen weltberühmt und war als der "Adler von Toledo" in aller Munde. 

Es gibt noch ne Kleinigkeit zum snacken. Auch hier wieder zu jedem Getränk ein Tapas.

Schrittefazit: Ohne Rolltreppe wäre Toledo Nummer Eins geworden. 

Am nächsten Morgen fahren wir, nachdem wir abreisebereit sind, nochmal zur 

Puente de San Martín

Ist doch klar, dass wir da hin müssen. 😅😍

Um die Brücke rankt sich eine berühmte Volkssage. Kurz vor der Fertigstellung bemerkte der Architekt, dass er sich verrechnet hatte und die Brücke nach Entfernen der Holzgerüste einstürzen würde. Seine Frau zündete daraufhin heimlich nachts das Gerüst an. Das Unglück wurde auf das Feuer geschoben, die Brücke stabilisiert neu aufgebaut und der Ruf des Architekten war gerettet.

Noch ein schnelles Selfie und dann geht es schon wieder weiter. 

Toledo ist eine wunderschöne Stadt, da ist irgendwie das Gesamtpaket total stimmig. Eine Menge Häuser sind erhalten geblieben oder wurden dementsprechend saniert. Das was später dazu kam, wurde der Altstadt einfach angepasst. Und wenn wir die erste Rolltreppe früher gesehen hätten, gäb es eine 1 mit Sternchen.

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