25.09.2026 - 28.09.2026
25.09.2026
Auf dem Weg nach Sos del Rey Católico machen wir einen Stop am Monasterio de Piedra. Das Kloster steht in einem Naturpark und Martin dachte, dass es uns nicht schaden kann, auf der langen Fahrt mal eine Rast zu machen, um uns die Füße zu vertreten.
Vorher machen wir aber nochmal eine kleine Snack Pause. Da hat Martin doch einen schönen Platz gefunden.
Im Park angekommen, besuchen wir zuerst das Kloster de Piedra
Dann kommen wir in die Kirche. Aber hier fehlt doch was entscheidendes. Das Dach.
Im Jahr 1835 mussten die Zisterziensermönche das Kloster fluchtartig, aufgrund der staatlichen Beschlagnahmung von Kirchenbesitz, verlassen.
Nach der Vertreibung der Mönche kam es zu einer Welle von Vandalismus. Die Kirche wurde geplündert und in Brand gesetzt. Das Feuer beschädigte die Struktur massiv.
Durch das Feuer und die anschließende Vernachlässigung während der Phase des Leerstandes verloren die Gewölbe und Stützkonstruktionen ihre Stabilität. In der Folge stürzte das gesamte Kirchendach in sich zusammen.
Als die Anlage 1843 in Privatbesitz überging und später zu einem Hotel und einem Naturpark umgewandelt wurde, restaurierte man zwar den Kreuzgang und die Wohngebäude, die zerstörte Kirche wurde jedoch bewusst als romantische Ruine ohne Dach belassen, was ihr heute ihre charakterische und mystische Atmosphäre verleiht.
Zum Glück bleiben die Wände noch stehen solange wir drin waren. 😅
Wir gehen nochmal in den Keller und schauen uns das Weinmuseum an.
Das interessiert uns.
Da ging ordentlich Wein rein.
Bestellen mal so nen Krug. 😅
Präparierte historische Rebstöcke und deren Wurzelsysteme. Nein, sie wurden nicht im Keller angebaut, aber die Zisterzensiermönche experimentierten mit verschiedenen Rebsorten, um die widerstandsfähigsten und ertragreichsten Pflanzen für den trockenen Boden Aragoniens zu finden.
So, jetzt geht es aber in den Naturpark.
Oh, eine Burg im Gestrüpp
Und es geht noch weiter runter. 😫
Oh, ein Bächlein.
Der 1. Wasserfall Cascada de la Trinidad
Das gefällt uns schonmal gut.
Lago de los Patos
Baumos im grünos.
Bano de Diana
Ein tolles Foto von Martin 😍
Da wartet wohl mal wieder jemand. 😂
Natürlich geht es wieder nach oben. 🤦♀️🤦♂️🤷♀️🤷♂️
Da iss ja mein Mapunzelchen 😍❤️🥰
Und schon kommen wir zum nächsten Stop. Dem Mirador (Aussichtspunkt) de la Caprichosa. Gibt es nicht eine Pizza mit dem Namen? 🤔
Los Vadillos
Cascada de los Vadillos
Los Fresnos Altos
Los Fresnos Bajos
Hier geht´s nochmal durch nen Tunnel.
Und dann geht es in die Cascada Iris. Beinahe hätten wir das Schild übersehen.
Aus so einem kleinen Fensterchen können wir rausschauen.
und sehen den Wasserfall.
Der Eingang zur Grotte. Das sieht so toll aus. Dieses grün.... 😍
Wir schauen nochmal raus.
Und gehen immer weiter nach unten in die Grotte.
Und plötzlich stehen wir einfach hinter dem Wasserfall. Es war so laut, es war so nass, es war so glitschig und es war soooo fantastisch. Tolle Erfahrung. Ich fand es schon immer toll, wenn es die Western gab und irgendjemand hatte eine geheime Höhle hinter dem Wasserfall. Das wollte ich auch schon immer mal machen. GROßARTIG!!!!
Zum Glück haben sie ein Dach da hin gebaut, sonst wären wir noch nasser als nass gewesen.
Zumindest unsere Silhouette kann man erkennen.
Das was so grandios.
Durch den Tunnel geht es wieder raus.
Das ist er nochmal von vorne. Der Pie Cola de Caballo - Der Pferdeschweif
Und wenn wir runter laufen, müssen wir auch irgendwann wieder hoch. 🥴😫
Fuente des Senor
Cascada de los Chorreaders
Das war es in dem Naturpark. Es war total cool und sehr beeindruckend.
Bevor es weiter geht, noch nen Tinto de Verano
Wir haben die 4000 km geknackt.
Irgendwo auf der Strecke
Wo iss der Schnaps?
Sos del Rey Católico
Als die Sonne schon unter geht, kommen wir in Sos del Rey Católico an.
Wir haben von unserem Hotel aus einen schönen Blick auf die Altstadt.
Erstmal beziehen wir unser Zimmer, mit Blick auf die Altstadt.
Geilste Dusche ever, was die Aussicht betrifft.
Nochmal die anner Seit´.
Und dann gehen wir erstmal was Essen. Rinderfilet für beide.
Und während der Mond auf das Örtchen scheint, machen wir noch einen kleinen Verdauungsgängler.
Der Ort liegt in der Provinz Saragossa in der Region Aragón. Er gilt aufgrund des außergewöhnlich gut erhaltenen, geschlossenen mittelalterlichen Stadtbild als eines der schönsten Dörfer Spaniens und steht als historisches Ensemble unter Denkmalschutz.
Ende 2025 hatte das Dorf 562 Einwohner. Besonders abends, wenn alle Touristen weg waren, hat man es gesehen. Kaum ein Licht hat in den Häusern gebrannt.
Am 10.03.1452 kam hier König Ferdinand II. von Aragón zur Welt. Bekannt als Ferdinand der Katholische (Fernando de Católico)
Zu Ehren dieses Ereignisses wurde der Name des Ortes 1925 offiziell von "Sos" zu "Sos del Rey Católico erweitert. Also der katholische König.
Nochmal einen Blick zurück.
Heutiges Schrittefazit: Zumindest Schrittziel überschritten.
26.09.2026
Wir sagen: Einen wunderschönen guten Morgen.
Ein Blick auf die Stadt. Zum Glück iss se noch da.
Foz de Lumbier
Wir haben für heute eine Wanderung durch die Schlucht Lumbier geplant. Laut Komoot ist die Tour 6,32 km lang und hat 270 Höhenemeter. Haben ein bisschen Respekt davor.
Fängt noch Easy Peasy an.
Da geht´s hoch. Nicht ganz, aber bis zu den Steinen. Sieht doch von hier ganz leicht aus. 😅
Ein Starter Selfie. Noch sind wir total motiviert
Es geht in die Schlucht rein.
Großartig 😍
Soooo viele Gänsegeier hier.
Erstmal geht es durch einen ehemaligen Eisenbahntunnel
Martin beobachtet die Gänsegeier
Soooo viele kreisen über uns. 😱
Da hocken se.
Es geht durch den zweiten Eisenbahntunnel.
Wir ignorieren die komoot App und laufen zu weit. Macht aber nix, iss sehr schön. 😍
Also wieder ein Stück zurück und komoot will, dass wir hier hochkraxeln.
Der Fluss wird immer kleiner.
Die Steinwand kommt immer näher.
Es ist zwar noch ein ganzes Stück bis oben, aber ich muss mal atmen, daher meine Lieblingsausrede wenn ich nicht mehr kann: "Lass uns mal ein Selfie machen" 🤣
Die Sonne bretzelt unerträglich auf uns herab, kaum Schatten, der Weg zieht sich mittlerweile, die Beine werden immer schwerer. Ich versuche mich damit zu motivieren, dass dort oben auf uns ein großer Eisbecher wartet. 🥵
Geschafft, nach 3 km Bergauf sind wir am höchsten Punkt angekommen. 🥳
Zumindest sind wir richtig. Das sagt uns der Wegweiser.
Ich bin immer noch dabei, die Bäche die mein Gesicht runterfließen, irgendwie zu stoppen. Aus allen Poren schießt der Schweiß und Martin nutzt mal wieder die Gelegenheit und drückt ab. 🤣 So ein Schluriiiiii. 😜
Finds ja auch witzig. 🤣
Dafür kriegt er nen Schmatzer. 😘
So, jetzt aber nochmal richtig. 🥰
Ab jetzt geht es nur noch Bergab.
Wir entfernen uns wieder von den Felsen.
Durch dichtes Gestrüpp geht es nach unten.
Martin macht für mich schonmal den Weg frei.
Na wer kommt denn da angewackelt?
Geschmeidig wie eine Bergziege. 🤣😅
Und wieder haben wir ein ordentliches Stück zurückgelegt.
Der Weg zum Parkplatz ist nicht mehr weit.
Wie geil ist das denn? Meine Gebete wurden erhört, zwar nicht oben auf dem Berg, aber unten am Parkplatz steht doch glatt ein Eiswagen. 🍨🍨🍨🍨🍨
Gallipienzo
Nach einer kleinen Verschnaufpause fahren wir zu einem kleinen Bergdorf.
Das alte Dorf trohnt wie eine Festung auf einer Klippe über 600 Metern Höhe über dem Fluss Aragón. Es gilt als eine der ältesten Siedlungen Navarras. Es wurde im 10. Jahrhundert gegründet und diente dem alten Königreich Pamplona als strategischer Verteidigungsposten.
Knapp 35 Einwohner leben dort noch. Wir sehen nur eine Frau, die neugierig das Fenster öffnet und nach ihren Blumen schaut. Unsere Anwesenheit bleibt natürlich nicht unerkannt. 😂
Wir sind schnell durch in dem Dorf. Mit dem Auto kommt man nur schwer durch die Gassen und unsere Beine fühlen sich immer noch wie Betonschuhe an, daher haben wir keine Lust hier auch nochmal hoch und runter zu laufen.
Cáseda
Wir suchen einen Platz zum Essen und werden an dem Fluss vor der Stadt Cáseda fündig.
Da hier anscheind vorher eine Horde Schafe durch ist, und 1 Millionen Fliegen sich hier tummeln, gibt es ein schnelles Essen. 🫣
Ein schöner Platz zum verweilen, wenn die Schafe sich hier nicht vorher breit gemacht hätten.
Aha, da sind se doch die Übeltäter. 😅
Am späten Nachmittag kommen wir wieder in unserem Hotel an und genießen den Sonnenuntergang bei einem Gläschen Wein und Elfer raus.
Wir haben noch Reste und verköstigen uns heute hier.
Heutiges Schrittefazit: Das iss doch ma ganz ordentlich.
27.09.2026
Foz d´Arbaiun
Die Felswände ragen bis zu 400 Meter in die Tiefe. Die Schlucht ist 6 km lang und wurde von dem Fluss Salazar in das Kalkgestein in der Sierra de Leyre gegraben.
An dem Mirador de Iso beginnen wir mit unserer Wanderung.
Wir sind aufgrund der Temperaturen heute morgen etwas früher los. Glaub das sieht man. 🥱
Es geht hoch. Warum? Wir waren doch schon am höchsten Punkt? 🤔
Will komoot etwa, dass wir dort hoch laufen?
Es geht wieder durch dickes Gestrüpp
Da wir uns in einem eingezäunten Gebiet befinden, hoffen wir, nachdem wir riesige Kackhaufen gesehen haben, dass hier keine wilden Stiere oder ähnliche weiden.
Den "Weg zurück" kennen wir nicht. Wir marschieren mutig weiter.
Martin googelt mal, was uns hier für Tiere begegnen könnten - Ach, sind nur Schlangen und Skorpione. Na wenn es weiter nix iss....
Es wird ein wenig lichter und wir haben wieder einen schönen Ausblick auf die Schlucht.
Und dann wird es plötzlich etwas kahler,
und vor uns eröffnet sich die Schlucht. 😍
Kein Geländer, keine Absicherung, nix, nur blanke Natur. ❤️
Wir haben es bis zum Aussichtspunkt geschafft.
Das war unser Ziel.
Wir wollten eigentlich noch einen Moment hier bleiben und genießen, aber auf einmal kam ein Ehepaar. Die sind ein bisschen Lebensmüde gewesen, sind ganz nah am Abgrund entlang spaziert, damit der Mann ein Foto von seiner Frau machen kann. Wir wollten keine Zeugen sein. 😅 Also geht´s wieder runter.
Durch´s Dickicht. Vorbei an Schlangen und Skorpionen. 😱
Und da sinn mer wieder zurück. Am Ausgangspunkt 6,83 km und 240 Höhenmeter. 💪💪💪
Nein, das ist nicht das Foto von heute morgen. 😅
Mein Schatten iss auch durch heute.
Nach der Wanderung. Preisfrage des Tages:
Die Fränze, mein Lieblingsschlauberger weiß Bescheid und im Nachhinein ist es auch erklärbar. Ich war eingecremt. 🤦♀️😅
Und nun statten wir dem Heiligen Franz Xaver noch einen Besuch ab. Naja eigentlich ja nur seinem Geburtsort.
Castillo de Javier
Im Internet steht, die Burg ist weltbekannt, aber ich hab noch nix von ihr gehört. Geschweige denn von dem heiligen Franz Xaver. Der iss nämlich schon seit 1552 tot.
Na zumindest ging er mit 19 zum studieren nach Paris und gründetet dort mit 5 anderen den Jesuitenorden. 1537 wurde er dann zum Priester geweiht. Und dann reiste er im Namen des portugiesischen Königs und des Papstes in den Fernen Orient.
Der Fotocrasher
🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣
Er landet schließlich 1542 in Goa (Indien). Also de Xaver nitt de Maddin. Hier missionierte er jahrelang an der indischen Westküste sowie in Malakka, das heutige Malaysia. Er baute Schulen, Krankenhäuser und taufte Zehntausende Menschen.
1549 war er dann in Japan. Also es geht immer noch um Xaver, nitt um de Maddin. Hier war er der erste christliche Missionar. Er lernte die Sprache, passte sich der japanischen Kultur an und gründete dort die ersten christlichen Gemeinden.
Sein großes Ziel war es auch, China zu missionieren. Doch bevor er das Festland betreten konnte, erkrankte er und starb am 3.12.1552 auf der kleinen chinesischen Insel Shangchuan Island im Alter von nur 46 Jahren.
1622 wurde er von Papst Gregor XV. heiliggesprochen. Er ist weltweit der Schutzpatron aller katholischen Missionen und Seefahrer. Sein Leichnam wurde nach Goa überführt. Er liegt dort in der Bom Jesus Basilika und gilt als weitgehend unverweslich.
☝️Sein rechter Arm allerdings, mit dem er die Taufe vollzog, wurde als Reliquie nach Rom in die Jesuitenkirche II Gesú gebracht. Die spinnen doch. Jetzt hat er keinen Arm mehr. 🤦♀️🤷♂️
Wir gehen nochmal hoch auf die Burgmauern und genießen den Ausblick.
Ein Blick ins Verlies.
Und schon geht es auch wieder raus.
Über die Zugbrücke
an die Kirche. Kann nitt mehr laufen. Martin geht hoch, meint es lohnt sich nitt.
Und wieder mal wird es Zeit für Essen. Wir gehen in Sos del Rey Católico in ein kleines Restaurant.
Bei den Preisen gehen wir von Tapas aus. Aber das sind ja vollwertige Speisen...🥴😅
Erstmal kommen Mozarrella Sticks und Paniertes Hähnchen mit Pommes.
Dann bekommen wir noch Kroketten dazu.
Und dann stellt er uns auch noch ein halbes Baguette hin, belegt mit Lende und Paprika.
Bei aller Liebe zum Sport, aber das Baguette schaffen wir wirklich nicht mehr. Das gibt´s morgen als Snack.
Bei mystischem Vollmond gehen wir ins Hotel zurück.
Heutiges Schrittefazit: Auch wieder hervorragend.